Ratgeber · Design

Logo-Briefing: was wir von Ihnen brauchen.

Ein Logo wird nicht besser, weil der Gestalter länger nachdenkt. Es wird besser, weil er weiß, wo es später stehen muss.

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  • GOOD GmbH

Die sieben Angaben

  1. Was Sie tun, in einem Satz. Nicht die Vision, die Tätigkeit. „Wir bauen Dachstühle im Umkreis von 50 Kilometern."
  2. Für wen. Privatkunden oder Betriebe, welche Altersgruppe, welche Region. Ein Logo für Bauträger sieht anders aus als eines für Hausbesitzer.
  3. Wo das Logo stehen muss. Die wichtigste Angabe von allen. Visitenkarte, Fahrzeug, Bauschild, Arbeitskleidung gestickt, Webseite, Rechnungsformular. Ein Logo, das gestickt werden muss, entsteht anders.
  4. Was bleiben muss. Ein Name, eine Farbe, ein Symbol, ein Jahr. Sagen Sie es früh, sonst entwerfen wir daran vorbei.
  5. Drei Wettbewerber. Damit Ihr Logo nicht aussieht wie das drei Straßen weiter.
  6. Zwei Beispiele, die Ihnen gefallen — und zwei, die Sie ablehnen. Aus jeder Branche. Ablehnungen sind dabei nützlicher als Vorbilder.
  7. Wer freigibt. Eine Person. Drei Geschmäcker ergeben kein Logo, sondern einen Kompromiss.

Die drei Sätze, die teuer werden

„Machen Sie mal was Modernes." Modern ist kein Stil, sondern ein Datum. Nach drei Entwürfen stellt sich heraus, dass Sie etwas ganz anderes meinten.

„Zeigen Sie erst mal, dann sehe ich, was ich will." Verständlich, aber es verlagert die Entscheidung in die Entwurfsphase — und macht jede Runde zur Grundsatzdebatte.

„Wir fragen mal im Team." Fragen Sie das Team nach Fakten, nicht nach Geschmack. „Wo steht unser Logo überall?" ist eine gute Teamfrage. „Welches gefällt euch?" ist keine.

Was aus einem guten Briefing folgt

Wir zeigen bei GOOD Design mehrere Richtungen und erklären zu jeder, welche Entscheidung dahintersteht — nicht welche uns am besten gefällt. Sie wählen eine Richtung, wir schärfen sie in zwei Korrekturrunden.

Ein Briefing mit den sieben Punkten kürzt die erste Runde um Tage, weil wir nicht raten müssen. Ohne Briefing wird die erste Runde ein teures Briefing.

Was Sie am Ende bekommen

Alle Dateiformate für Druck, Web und Stick, eine Farb-, eine Schwarzweiß- und eine Negativfassung, die Farbwerte und ein kurzes Regelwerk zu Mindestgröße und Schutzraum. Welches Format wofür gedacht ist, steht im Artikel zu den Logo-Dateiformaten.

Kurz gefasst

  • Sieben Angaben tragen ein Briefing
  • Wichtigste Frage: wo muss das Logo später stehen?
  • Beispiele, die Sie ablehnen, helfen mehr als Vorbilder
  • Eine Person muss freigeben dürfen

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