Ratgeber · Design

Welche Logo-Formate Sie wirklich brauchen.

Die Druckerei fragt nach einer Vektordatei, der Stickbetrieb nach etwas anderem, und im Ordner liegt ein verpixeltes JPG aus einer Mail von 2019.

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  • GOOD GmbH

Der eine Unterschied, der alles erklärt

Es gibt zwei Arten von Bilddateien. Pixelbilder bestehen aus einem Raster farbiger Punkte — JPG, PNG, GIF, WebP. Sie haben eine feste Auflösung, und wer sie vergrößert, bekommt Treppen und Unschärfe. Vektordateien beschreiben Formen als Kurven und Flächen — SVG, EPS, AI, meist auch PDF. Sie haben keine Auflösung. Dasselbe Logo passt auf die Visitenkarte und auf die Hallenwand.

Deshalb fragt die Druckerei nach Vektoren und akzeptiert kein JPG: Sie kann daraus keine scharfen Kanten und keine Sonderfarbe erzeugen.

Welches Format wofür

FormatArtWofür
SVGVektorWebseiten, E-Mail-Signatur, alles im Browser
EPSVektorDruckereien, Werbetechnik, Schilder, Fahrzeuge
PDFVektorUniverseller Austausch, Druckdaten, Anhänge
AIVektorArbeitsdatei für Gestalter
PNGPixelWeb mit transparentem Hintergrund, Präsentationen
JPGPixelFotos. Für Logos nur im Notfall
DST, EMBStichdatenStickerei auf Textilien

Stickdaten sind ein Sonderfall: Sie enthalten keine Kurven, sondern Stichfolgen, Reihenfolge und Garnfarben. Sie entstehen aus dem Vektorlogo, sind aber eine eigene Arbeit — und ein Logo mit feinen Details muss dafür oft vereinfacht werden.

Was in einem vollständigen Logo-Paket liegt

  • Hauptfassung in Vektor, als SVG, EPS und PDF
  • Pixelfassungen als PNG mit Transparenz in zwei oder drei Größen
  • Negativfassung für dunkle Hintergründe
  • Einfarbige Fassung in Schwarz und in Weiß
  • Farbwerte für Druck und Web, also CMYK, RGB und Hex, bei Bedarf eine Sonderfarbe
  • Mindestgröße und Schutzraum in zwei Sätzen

Fehlt die Negativfassung, wird irgendwann jemand das schwarze Logo auf einen dunklen Hintergrund legen. Fehlen die Farbwerte, wird das Rot auf dem Flyer anders als auf der Webseite.

Wenn nur ein JPG existiert

Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Aus einem Pixelbild lässt sich ein Logo neu aufbauen — das ist Handarbeit, keine automatische Umwandlung. Automatische Vektorisierung erzeugt zackige Kurven und hunderte Punkte, die im Druck auffallen.

Wir zeichnen die Formen neu, ziehen Kurven glatt, ersetzen die Schrift durch die richtige oder eine passende und messen die Farben. Das kostet bei GOOD Logo Digitalisierung ab 149 €. Als Vorlage reicht auch ein Foto vom Firmenschild.

Zwei Fragen an Ihren Gestalter

Fragen Sie vor der Beauftragung: Welche Dateien bekomme ich am Ende? und Darf ich sie uneingeschränkt nutzen? Beide Antworten sollten schriftlich im Angebot stehen. Wer die Arbeitsdateien einbehält, bindet Sie an sich.

Kurz gefasst

  • Vektor für Druck und Schilder, Pixel für Web
  • SVG, EPS und PDF sind Vektor — PNG und JPG nicht
  • Ein vollständiges Paket enthält auch eine Negativfassung
  • Digitalisierung eines alten Logos ab 149 €

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